SGR-Bad-Wildbad

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Sport- und Kulturgemeinschaft für Rollstuhlfahrer e.V.
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Bogenschiessen

Bogenschießen zählt zu den ersten sportlichen Betätigungen überhaupt, die für den Rollstuhlfahrer eingeführt wurden. Für den Querschnittgelähmten ist diese Sportart wie geschaffen. Das Ausziehen des Bogens ermöglicht die Wiedergewinnung und Erhaltung von Kraft und Ausdauer. Das Streben nach Präzision und Konstanz aktiviert seine körperlichen Funktionen .
 
Seit der Aufnahme in den Deutschen Schützenbund konkurrieren Rollstuhlfahrer chancen-gleich mit Nichtbehinderten Sportlern auf Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften bis hin zur Deutschen Meisterschaft.
Der bekannteste Wettkampf ist die so genannte FITA. 
Der Schütze absolviert je 36 Pfeile auf die Entfernungen 90,70,50 und 30 m. 
Damen und Jugendliche schießen 70, 60, 50 und 30 m. 
Die Schützen sind sogar im Winter aktiv. 
Wettkämpfe werden in der Halle auf den Distanzen 25 und 18 m ausgetragen.
 
 



Bogenarten

Langbogen (Primitiv-Bogen)
Der Langbogen ist wohl der traditionellste aller Bögen.  Er ist der Ursprung der Bögen von Heute. Der Langbogen hat keinerlei Visiereinrichtungen und darf in den Turnieren nur mit Holzpfeilen geschossen werden. Die Langbogenschützen verpflichten sich also auch der Tradition. Der Langbogen ist schnell und einfach aufzubauen und schussfertig in wenigen Sekunden. Der Langbogen ist für Anfänger nicht unbedingt geeignet, da die Zugkraft, die der Bogenschütze für die Sehne aufwenden muss, nicht eingestellt werden kann und mit größerem Auszug stark zunimmt. Der Einsteiger-Langbogen hat eine Zugkraft von 30 Pfund, der für einen Fortgeschrittenen schon 45 Pfund oder auch 60 Pfund.
 
Der Blankbogen
Der Blankbogen ist ein Recurvebogen (die Spitzen der Wurfarme sind bei einem Recurvebogen vom Bogenschützen weg gebogen, die Sehne liegt auf den Wurfarmen auf. Der Blankbogen hat eine Pfeilauflage, einen Button und einen Nockpunkt. Außerdem ist auch noch ein Stabilisator erlaubt, der Bogen muss jedoch durch einen 12 cm dicken Ring passen, sonst ist der Blankbogen nicht für Turniere zugelassen. Der Blankbogen darf über keinerlei Visiereinrichtung und auch keinen langen Stabilisator verfügen.
 
Der Barebow
Der Barebow und der Blankbogen sind vom verwendeten Material her gleich. Jedoch wendet der Bogenschütze beim Barebow eine besondere Schusstechnik an, der Schütze greift an der Bogensehne ab. Der Barebowschütze darf den mediterranen Griff (einen Finger auf den Pfeil und zwei Finger unter dem Pfeil) nicht verwenden, alle Finger müssen stets unterhalb des Pfeils sein. Je kürzer die Distanz zum Ziel ist, desto tiefer greift der Barebowschütze ab. Je weiter das Ziel entfernt ist, desto näher ist die Zughand am Pfeil. Dieses "Abgreifen" oder "String Walking" an der Sehne erlaubt auch ohne Visier für den geübten Bogeschützen ein genaues Treffen beim Bogenschießen.
 
Recurvebogen (Olympischer Bogen)
Bis heute ist nur der Recurvebogen bei den Olympischen Spielen zugelassen und wird deshalb auch als Olympischer Bogen bezeichnet. Der Recurvebogen darf mehr technischer Ausrüstung haben, hierzu gehören eine Visiereinrichtung, ein Kisser, ein Klicker und eine Stabilisation. Recurvebögen speichern durch ihre gebogenen Wurfarme, die sog. Recurves, mehr Energie und haben so einen höheren Wirkungsgrad dadurch sind auch auf lange Distanzen Präzisionsschüsse möglch.
Der Recurvebogen kann für den Transport in 3 Teile zerlegt werden, die Wurfarme können also abgenommen werden.
 
Compoundbogen

Der Compoundbogen ist ein absolutes Präzisionsgerät, das sehr schnell ein gutes Trefferbild zulässt. Erfunden wurde dieser Bogen erst Ende der 60iger Jahre in den USA.  Er basiert im Gegensatz zu den anderen Bogenarten auf dem sog. Flaschenzugprinzip. An den Bogenenden sind Rollen, sog. Cams, und Excenter angebracht. Beim Auszug des Bogens wickelt sich ein zusätzliches Stahlkabel bzw. die Sehne selbst, um die Excenter und übernimmt dadurch einen Teil der Zugkraft (Flaschenzugprinzip).
So ergibt es sich, dass bei steigendem Auszug die Kraft zuerst zunimmt, dann aber beim Überschreiten des sogenannten Gipfel-Zuggewichtes schlagartig abnimmt. Der Bogenschütze hält dann bei voll ausgezogenem Bogen nur noch einen Bruchteil des Zuggewichtes. Die Zugreduzierung kann bis zu 80% betragen. Beispielsweise bei einem Zuggewicht von 50 Pfund muss der Schütze nur noch ca. 10 Pfund im Auszug halten. Der Bogen kann so ruhiger gehalten werden und das Zielen ist wesentlich einfacher. Die Wurfarme sind aus Karbon, das Mittelstück aus Leichtmetall gefertigt. Technische Hilfsmittel sind ein Visier mit Wasserwaage, Scope (Vergrößerungsglas) und Peep-Sight (Sehnenguckloch). Ausgelöst wird der Schuß mit einer Auslösehilfe, dem sog. Release. Stabilisatoren dämpfen den Schuß und halten den Bogen im Gleichgewicht. Geschossen wird meist mit Alu- oder Carbonpfeilen.

 

 

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